Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) hat das Modellprojekt mit Impfungen in Arztpraxen ausgeweitet. Seit Montag beteiligen sich 83 Arztpraxen und wollen in dieser Woche rund 8300 Impfungen durchführen, wie die KVBB mitteilte. In der vergangenen Woche seien in 43 Arztpraxen mehr als 4200 Menschen mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer geimpft worden. Gleichzeitig böten die niedergelassenen Ärzte an, auch nicht genutzte Dosen des Herstellers Astrazeneca zu impfen.
„Im Land Brandenburg impfen rund 2200 Praxen regelmäßig“, sagte der Vorstandsvorsitzende Peter Noack. „Sobald ausreichend Impfstoff verfügbar ist, muss dieses große Potenzial schnellst- und größtmöglich in die Impfkampagne einbezogen werden.“ Die vom Bund angekündigten wöchentlich 20 Dosen pro Woche seien aber bei weitem nicht ausreichend. „Ich halte bis zu 200.000 Impfungen pro Woche in den Praxen für möglich“, erklärte Nock. Er forderte, den Praxen deutlich mehr Impfdosen zur Verfügung zu stellen, damit die Menschen landesweit nahe ihres Wohnorts geimpft werden könnten.
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