Wegen des Engpasses in Kliniken in Brandenburg angesichts der Corona-Krise werden an diesem Freitag Patienten nach Berlin verlegt. Es handele sich um Covid-19-Patienten, die auf Normalstationen behandelt werden, sagte ein Sprecher der Berliner Gesundheitsverwaltung am Donnerstagabend. Am Freitagmorgen sollten die Transporte beginnen. Verschiedene Berliner Kliniken nehmen dem Sprecher zufolge rund 50 Patienten aus Brandenburg auf. Zuvor berichtete der „Tagesspiegel“ darüber.

Nonnemacher hat um Hilfe gebeten

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bat Berlin wegen eines drohenden Engpasses in Krankenhäusern um Hilfe. Vor allem im Süden des Bundeslandes ist die Lage sehr angespannt.
Die Zahl neuer Infektionen sei auf einen Rekordwert von 1021 gestiegen, hatte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Donnerstag im zuständigen Landtagsausschuss gesagt. Sie bat Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) um Unterstützung wegen der drohenden Überlastung der Krankenhäuser.

Sachsen-Anhalt hilft ebenfalls benachbarten Bundesländern

Auch Sachsen-Anhalt nimmt in den kommenden Tagen Covid-19-Patienten aus benachbarten Bundesländern auf, die selbst Engpässe bei Intensivbetten haben. Innerhalb einer Länder-Verabredung sollen Anfang kommender Woche 30 Patientinnen und Patienten aus Sachsen und Thüringen verlegt werden, hatte ein Sprecher des Innenministeriums am Donnerstag in Magdeburg angekündigt.
Schon vor Wochen hatten die Länder verabredet, einander bei der Behandlung von Corona-Patienten unter die Arme zu greifen, um die Überforderung einzelner Krankenhäuser aufzufangen. Dafür wurde Deutschland in fünf Regionen unterteilt, die Kleeblätter genannt werden. Im Osten bilden Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin und Brandenburg eine Unterstützungsregion.
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