Brandenburg will den neuen Grenzwert für die Bundes-Notbremse gegen die Corona-Pandemie in den Schulen sobald wie möglich umsetzen. „Die Eindämmungsverordnung soll nach unseren jetzigen Plänen am Ende der Woche beschlossen werden“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Wir werden natürlich das Bundesgesetz umsetzen.“.“

Schulen sollen Zeit zur Vorbereitung des Wechselunterrichtes haben

Damit werde die Grenze der Sieben-Tage-Inzidenz von 200, die in Landkreisen und kreisfreien Städten zur Schließung von Kitas und zum Distanzunterricht in den Schulen führt, sofort durch den Wert 165 ersetzt. Eine mögliche Rückkehr zum Wechselunterricht für die weiterführenden Schulen soll voraussichtlich etwas später erfolgen. „Die Grenze von 165 erlaubt, die weiterführenden Schulen wieder in den Wechselunterricht zu holen, sofern die Kreise darunterliegen“, sagte Ernst. „Wir haben uns darauf verständigt, dass wir das am 3. Mai vornehmen werden.“ Damit soll den weiterführenden Schulen ausreichend Zeit zur Vorbereitung gegeben werden. Der Bundestag entschied über die einheitlichen Regeln am Mittwoch, der Bundesrat will es am Donnerstag tun.
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Korrektur: In einer früheren Fassung des Textes hatten wir berichtet, dass Brandenburg die Bundes-Notbremse in den Schulen erst ab 3. Mai umsetzt. Das hat dpa korrigiert. Brandenburg setzt die Regeln sofort um. Allerdings soll ab 3. Mai wieder Wechselunterricht in den weiterführenden Schulen möglich sein, wenn der Inzidenzwert in dem Landkreis unter 165 liegt.