„Die Lage spitzt sich sowohl bei der stationären Versorgung in den Krankenhäusern als auch in den Pflegeeinrichtungen zu“, warnte Nonnemacher am Dienstag. „Wir müssen jetzt alle zur Verfügung stehenden Kräfte im Land mobilisieren und die Last auf viele Schultern verteilen.“ Die 24 Reha-Kliniken sollten leichte und mittelschwere Patienten aufnehmen, die nicht an Covid-19 erkrankt seien, damit die Krankenhäuser schwere Fälle sowie Corona-Infizierte versorgen könnten.
Die Lage sei einem Massenanfall von Erkrankten gleichzusetzen, der im Rettungsdienstgesetz formuliert sei, schrieb das Ministerium. Damit hätten die fünf regionalen Notfall-Leitstellen im Land mehr Möglichkeiten, die Verlegung von Patienten in die geeignete Klinik zentral zu steuern. Derzeit sind 581 Covid-19-Patienten im Krankenhaus, davon 131 in Intensivbehandlung. Viele Beschäftigte im Krankenhaus fielen aber durch Erkrankungen oder Quarantäne aus.

Finanzielle Hilfe für Krankenhäuser notwendig

Alle Krankenhäuser brauchen laut Nonnemacher dringend finanzielle Hilfe. Mit dem neuen Bevölkerungsschutzgesetz erhielten viele Kliniken keine finanzielle Unterstützung des Bundes mehr. Das müsse sich ändern. Das Ministerium veröffentlichte eine Liste von 26 Krankenhaus-Standorten, die nach diesem Gesetz wegen der Corona- Sonderbelastung eine Ausgleichszahlung bekommen sollen. Die ersten Zahlungen seien für Anfang 2021 geplant
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