Das Impfen in Brandenburg wird ab dieser Woche an Fahrt aufnehmen. Das erklärte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Montag in Potsdam. Jahrgangsweise werden ab Ende der Woche die über 80-Jährigen angeschrieben. Sie erhalten in den Briefen eine Sondernummer, um einen Termin zu vereinbaren.
In dieser Woche werden auch die 9000 Hochaltrigen, deren Termin wegen Knappheit des Impfstoffes verschoben werden musste, geimpft beziehungsweise Termine erhalten.

Die ambulante Pflege wird von Impfteams angefahren

Das DRK Brandenburg, das die mobilen Impfteams betreibt, geht davon aus, dass in dieser Woche die letzten Bewohner in Pflegeeinrichtungen ihre Erstimpfungen erhalten. Im Anschluss werden die Teams die ambulanten und teilstationären Einrichtungen, die Tagespflege, die Wohnformen für Menschen mit Behinderungen und die Behindertenwerkstätten anfahren.

Mit Attest vom Arzt ins Impfzentrum

Menschen mit Vorerkrankungen können sich ein Attest bei ihren Hausärzten holen und über eine weitere gesonderte Nummer einen Termin in den Impfzentren vereinbaren. Die Nummer und die Liste der Krankheiten ist auf der Seite https://brandenburg-impft.de einsehbar.
Diese Personen werden mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft. Menschen mit Vorerkrankungen im Alter zwischen 65 Jahren und 80 müssen laut Nonnemacher noch warten, bis die höchst Prioritätsgruppe mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna versorgt ist.
Ab März soll in Modellversuchen auf den Umweg über Impfzentren verzichtet werden können und erste Hausärzte direkt die betroffenen Patienten selbst impfen. Das soll im Laufe des kommenden Monats ausgebaut werden und dann auch Hausbesuche mit dem Impfstoff möglich sein.
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