Brandenburg bereitet sich auf eine Schließung der Grenze zu Polen vor. Das erklärte Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Potsdam. Die Entwicklung der Infektionszahlen im Nachbarland sei besorgniserregend, schätzte er ein. Ein Erkundungstrupp seines Hauses prüfe gerade, wo an der Grenze kurzfristig mobile Tests für Berufspendler eingerichtet werden können. Im Anschluss sollen auch Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte in die Tests einbezogen werden.

Brandenburg will sich vorbereiten

Stübgen erklärte, dass in der kommenden Woche die Vorbereitungen für eine kurzfristige Schließung abgeschlossen sind. „Wir wünschen uns die Schließung nicht, aber im Gegensatz zum vergangenen Jahr werden wir diesmal darauf vorbereitet sein“, sagt der Innenminister.
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kündigte an, dass in Brandenburg bis Ostern Einzelhandel und Museen wieder öffnen sollen sowie Veranstaltungen und Sport im Freien zugelassen werden.
Als erster Schritt sollen am 1. März die Baumschulen, Gärtnereien, Blumengeschäfte und Gartenfachgeschäfte mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder ihre Türen öffnen können.
In Berlin soll es dagegen derartige Lockerungen vorerst nicht geben. Die Berliner müssen dann wohl zum Pflanzenkauf ins Brandenburger Umland fahren.
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