Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich für die Prüfung weiterer Corona-Impfstoffe für den deutschen Markt ausgesprochen. „Ich halte es schon für nötig und für möglich, auch diese Impfstoffe zu prüfen, wenn sie zur Verfügung stehen. Und wenn sie sicher sind und wirksam sind, dann sollten sie auch eingesetzt werden“, sagte er etwa mit Blick auf chinesische und russische Impfstoffe am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Es müssten aber die entsprechenden Zulassungsverfahren durchgeführt werden.

Keine staatliche Impfstoffproduktion

Von einer staatlich geregelten Impfstoffproduktion hält Woidke nichts. „Es ist nicht nötig, Zwangsmaßnahmen einzuleiten. Das sehe ich momentan nicht“, sagte er. Stattdessen solle man mit den Herstellern reden und fragen, was möglich sei. Grünen-Chef Robert Habeck hatte zuvor eine „Notimpfstoffwirtschaft“ gefordert, um mehr Impfstoff zu produzieren.

Woidke initiiert Impfgipfel

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nimmt an diesem Montag am Impfgipfel von Bund und Ländern teil. Anschließend will sich der Regierungschef zu Ergebnissen des Spitzentreffens äußern. Woidke hatte den Impfgipfel am Mittwoch in einem Schreiben an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller angeregt, der Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist. Er sei erfreut, dass das Treffen so kurzfristig klappt, sagte Woidke am Sonntag.
Angesichts erheblicher Kritik am schleppenden Impf-Beginn und der Produktionsprobleme bei einigen Herstellern will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag über die Lage beraten. An einer Videokonferenz sollen die Ministerpräsidenten der Länder, mehrere Bundesminister, Impfstoffhersteller sowie Vertreter der EU-Kommission teilnehmen, die für die gesamte EU Impfstoff bei verschiedenen Herstellern einkauft.
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