Nach Angaben von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) waren zum Jahreswechsel 5,5 Prozent der Bewohner infiziert, aktuell seien es nur noch 0,3 Prozent, sagte sie am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtages.

Sogar Verzicht auf Masken bei Besuchen möglich

Nach Angaben des Ministeriums müssen laut Eindämmungsverordnung alle Besucher von Pflegeheimen getestet sein. Während des gesamten Aufenthalts in der Einrichtung und in den Außenbereichen müsse eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil getragen werden. Ein schriftlich oder elektronisch vorliegendes negatives Testergebnis darf nicht älter als 48 Stunden sein.
Wenn mindestens 75 Prozent der Bewohner vor mindestens 14 Tagen die Zweitimpfung gegen das Virus erhalten haben, die Beschäftigten die Möglichkeit zur Impfung hatten und aktuell kein Infektionsgeschehen vorliegt, ist nach den Angaben die Zahl der Besucher nicht begrenzt. Dann kann auf das Tragen der Maske im Zimmer des Bewohners verzichtet werden.

Lockerungen gelten als Risiko

Aus Sicht des Verbands privater Anbieter sozialer Dienste in Brandenburg sind die Lockerungen ein großes Risiko. Die Pflegenden und deren Familien sowie Bewohnern werden erneut Gefahren ausgesetzt, sagte Landesvorsitzende Ellen Fährmann in einer Mitteilung. Die bewährten Hygiene- und Testkonzepte müssten weiter gelten. Bisher sei nicht klar, ob eine geimpfte Person nur vor schwerem Verlauf geschützt sei oder vollständig vor einer Infektion.
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