Der vom Bund finanzierte kostenlose wöchentliche Corona-Schnelltest pro Bürger ist in Brandenburg noch nicht überall erhältlich. „Das war natürlich extrem kurzfristig“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Montag in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im Landtag. Das Angebot sei „noch in keinster Weise flächendeckend vorhanden“. Einige kreisfreie Städte böten die Tests bereits an, einige Landkreise bräuchten noch einige Zeit. Die Landeshauptstadt Potsdam bietet seit 1. März kostenlose Schnelltests in Apotheken und Testzentren.

Apotheken sind bereit

Bisher hat sich rund ein Achtel der Apotheken in Brandenburg grundsätzlich bereiterklärt, die Schnelltests anzubieten. Die Landesapothekerkammer Brandenburg listet 68 Apotheken auf, 565 gibt es nach Angaben des Apothekerverbands landesweit. Weil die Testverordnung des Bundes noch nicht vorliege, habe der örtliche Gesundheitsdienst die Apotheken noch nicht mit den Tests beauftragt, sagte der Sprecher des Apothekerverbands.
Nonnemacher wies darauf hin, dass für Terminvereinbarungen etwa für den Einzelhandel oder Museen das Zeugnis des Schnelltests vorgelegt werden müsse. Ein Selbsttest müsse mitgebracht und vor Ort gemacht werden. Der Bund zahlt für jeden Bürger mindestens einen Schnelltest pro Woche, die Bundesländer sind für die Bereitstellung verantwortlich.
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