Die Kredite bei Banken und privaten Unternehmen wuchsen bis zum Ende des dritten Quartals gegenüber dem Ende des Vorjahres um gut eine Milliarde auf rund 17,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Der Anstieg von 6,5 Prozent sei im Wesentlichen in der Aufnahme finanzieller Mittel zur Bewältigung der Coronakrise begründet.

Gesamtschulden steigen deutlich an

Die Gesamtsumme der Schulden von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung stieg nach Angaben der Statistiker auf einen Höchststand von fast 2,2 Billionen Euro, gegenüber Ende 2019 ein Plus von 15,6 Prozent. Der prozentual höchste Anstieg bei den Bundesländern wurde in Sachsen verzeichnet, wo sich die Summe ausgehend von einem niedrigen Niveau um 170,9 Prozent erhöhte, gefolgt von Bayern (plus 26,5 Prozent) und Bremen (plus 20,8 Prozent). Die Länder mit den höchsten absoluten Schuldenzuwächsen waren Nordrhein-Westfalen (16,4 Milliarden Euro), Bremen (6,3 Milliarden Euro) und Niedersachsen (fünf Milliarden Euro).
Bei den Brandenburger Gemeinden ging die Gesamtverschuldung gegenüber dem Ende des Vorjahres dagegen um 5,6 Prozent auf 1,6 Milliarden zurück. Die Schulden aller Gemeinden und Gemeindeverbände in Deutschland stieg um 1,9 Prozent beziehungsweise 2,5 Milliarden Euro geringfügig auf knapp 134 Milliarden Euro.
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