Der Brandenburger Feuerwehrverband setzt zum Jahreswechsel unter Lockdown- und Corona-Maßnahmen auf die Einsicht der Bürger und fürchtet keine Angriffe. „Die Hoffnung ist, dass sich die Bürger an das Böllerverbot halten und die Anti-Corona-Regelungen beherzigen“, sagte Werner-Siegwart Schippel, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg, auf Anfrage. Vielleicht werde das Silvesterfest dann sogar etwas ruhiger als in den Jahren zuvor.

Feuerwehr bleibt einsatzbereit

„Wir rechnen nicht mit Übergriffen auf Feuerwehrleute“, sagte Schippel. Für das Durchsetzen von Ordnungsmaßnahmen oder das Auflösen von Gruppen seien die Ordnungsämter und die Polizei zuständig. Die Brandenburger Feuerwehrleute seien aber wie in jedem Jahr einsatzbereit. „Mir ist kein Feuerwehrmitglied in Brandenburg bekannt, dass in Zusammenhang mit Corona vom Dienst abgemeldet hat“, betonte er. Zu 96 Prozent seien die Feuerwehrleute Mitglieder von freiwilligen Feuerwehrleuten.

Feuerwehrgewerkschaft: Zorn gegen Verbote könnte sich gegen Einsatzkräfte richten

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft befürchtet indessen bundesweit mehr Gewalt gegen Einsatzkräfte an Silvester. In diesem Jahr gibt es vielerorts Beschränkungen wie etwa Böllerverbote, die für zornige Reaktionen sorgen könnten, hieß es. Bundesweit sei es in den vergangenen Jahren in der Silvesternacht immer wieder zu Attacken auf Einsatzkräfte gekommen. Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes kämen, um zu helfen und Leben zu retten. Darauf seien sie vorbereitet. „Auf Gewalt, Übergriffe und brutale Attacken jedoch nicht“, sagte Gewerkschaftsvorsitzender Siegfried Maier.
Der Landesverband hat 58.000 Mitglieder, 37.000 sind davon aktive Einsatzkräfte.
Alles rund um das Coronavirus und dessen Folgen für Brandenburg und Berlin finden Sie auf unserer Themenseite.