Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat Mängel bei der bisherigen Planung für die Corona-Impfungen eingeräumt. „Wir steigern uns und in dieser Woche ganz besonders, aber die andern schlafen halt auch nicht. Wir stehen immer noch im Länder-Ranking ausgesprochen schlecht da - und das muss sich ändern“, sagte Nonnemacher am Montag in Potsdam. „Wir müssen deutlich mehr Fahrt aufnehmen.“ Sie verteidigte, dass die Beraterfirma Kienbaum zur Beratung für die Impfstrategie beauftragt worden sei.

Letzter Platz für Brandenburg bei Impfungen

Brandenburg liegt beim Anteil der Menschen mit einer ersten Corona-Impfung an der Bevölkerung seit mehreren Tagen im bundesweiten Vergleich auf dem letzten Platz. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte in der vergangenen Woche mehr Tempo bei Impfungen verlangt und die Impfstrategie von Nonnemacher indirekt kritisiert.
Die Ministerin verwies darauf, dass seit dem Wochenende auch über 70-Jährige einen Impftermin mit dem Impfstoff von Astrazeneca online buchen können. Sie kündigte an, dass die Impfungen in den bisher elf Impfzentren ausgeweitet werden. Freie Kapazitäten gibt es nach Angaben der Kassenärzte für diese Woche noch in Elsterwerda, Prenzlau, wenige Plätze auch in Luckenwalde und Kyritz.
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