In Brandenburg ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen gegenüber dem Vortag gleich geblieben. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, lagen die Ansteckungen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner wie auch am Samstag bei 2,3. Am Freitag hatte der Wert 2,6 betragen, vor einer Woche ebenfalls 2,6.
Den höchsten Wert landesweit verzeichnete weiter der Landkreis Elbe-Elster mit 11,8 nach 13,7 am Samstag. Außer der Stadt Cottbus (6,0) und dem Kreis Oder-Spree (5,0) lagen alle anderen Kreise und kreisfreien Städte unter einer Inzidenz von fünf.
Innerhalb eines Tages kamen sechs bestätigte neue Corona-Infektionen hinzu. Die Zahl der aktuell Infizierten und Erkrankten liegt wie am Tag zuvor bei geschätzt rund 200. Allerdings melden die Gesundheitsämter Daten am Wochenende häufig verzögert.

Virologe ruft wegen Delta-Variante zum Impfen auf

Der Virologe Frank Hufert ruft mit Blick auf die Delta-Variante dennoch zum Impfen auf. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei“, sagte der Forscher der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) der Deutschen Presse-Agentur. In wenigen Wochen sei die Delta-Variante „die Number One und dementsprechend werden auch die Zahlen, denke ich, wieder etwas ansteigen“.
Die zunächst in Indien entdeckte Variante sei deutlich ansteckender. Ob sie schwere klinische Verläufe hervorrufe, sei noch in der Diskussion. Das könne man noch nicht endgültig bewerten. Durch einen vollständigen Impfschutz sei die Wahrscheinlichkeit groß, nicht schwer zu erkranken. Allerdings schütze keine Impfung zu 100 Prozent. Auch Geimpfte könnten sich anstecken und in seltenen Fällen erkranken.
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