Nach einer Übersicht des Landesgesundheitsamtes mit Daten des Robert Koch-Instituts waren mit Stand Mittwoch 932 Todesfälle bei Frauen und 853 bei Männern in diesem Alter registriert. Bei den Erkrankten im Alter zwischen 75 und 79 Jahren waren es 205 Männer und 129 Frauen, in den Altersgruppen darunter liegt die Zahl der Todesfälle deutlich niedriger.
Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen seien so gefährlich, weil dort viele hochbetagte Menschen lebten, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, am Donnerstag. „In den höheren Altersgruppen steigt der Anteil an Menschen, die in Pflegeheimen leben, und hier ist das Risiko für Covid-19-Ausbrüche und damit das Infektionsrisiko besonders hoch.“

Bewohner von Pflegeheimen sind hoher Gefahr ausgesetz

Weil ihr Immunsystem weniger gut reagiere, könnten insbesondere ältere Menschen nach einer Infektion schwerer erkranken, erläuterte Hesse. Ein gesundes Immunsystem reagiere mit Symptomen wie Fieber auf eine Infektion. „In höherem Alter können diese Symptome schwächer oder gar nicht auftreten, wodurch Erkrankte erst später zum Arzt gehen.“
Bewohner von Pflegeheimen seien im Falle der Ansteckung mit dem Coronavirus einer hohen Gefahr ausgesetzt, bestätigte auch der Vorstandsvorsitzende des DRK-Landesverbandes, Hubertus C. Diemer. „Über 80-Jährige, die in einer Einrichtung leben, haben ein 13,1-fach höheres Risiko, an Corona zu sterben.“ Die mobilen Impfteams hätten wegen der Impfstoffversorgung eine „Teilbremsung“ hinlegen müssen, berichtete er. „Wenn die vollstationären Einrichtungen durchgeimpft sind, kommen weitere Einrichtungen an die Reihe, wie Senioren-WGs.“ Dort sei die Gefahr der Ansteckung geringer als in Heimen.
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