Um Mutationen des Coronavirus frühzeitig zu entdecken und Informationen über die Ausbreitung zu erhalten, entsteht am Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus ein Referenzlabor.Ab Mitte Februar könnten in dem Labor in größerem Maßstab Proben zusätzlich auf mögliche Mutationen des Sars-CoV2-Virus analysiert werden, teilte das Ministerium am Sonntag mit.

Grüne begrüßen Labor

„Viren verändern sich ständig. Die entscheidende Frage ist, ob ein Virus dadurch gefährlicher wird“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Eine Genomsequenzierung sei sehr aufwendig, aber wichtig, um die tatsächliche Ausbreitung einschätzen zu können. Es sei daher eine sehr gute Nachricht, dass es in Kürze auch in Brandenburg ein Labor gebe, das diese Sequenzierung durchführen könne, so Nonnemacher.

Ministerium unterstützt das Labor

„Zukünftig können wir uns in Brandenburg ein genaues Bild davonmachen, ob neue Virusmutationen hier schon angekommen beziehungsweise inwieweit sie schon verbreitet sind“, so Heidrun Peltroche, Chefärztin der Mikrobiologie am Klinikum. Das Ministerium unterstützt das Labor nach eigenen Angaben mit 529 000 Euro.
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