Eine Öffnung der Grundschulen in Brandenburg für den Wechseluntericht zwischen Präsenz und dem Lernen zuhause ist nach Einschätzung von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) derzeit nicht möglich. „Die Infektionszahlen verharren in Brandenburg auf hohem Niveau und die Inzidenzzahlen erlauben in Brandenburg die Öffnung der Grundschulen derzeit nicht“, sagte Ernst am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags.

Grundschulen bleiben geschlossen

Für ganz Brandenburg wurden am Donnerstag knapp 250 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche registriert. Damit lag der Durchschnittswert der 7-Tage-Inzidenz in Brandenburg weit über der kritischen Marke von 200. Corona-Hotspot ist der Landkreis Elbe-Elster mit einem Inzidenzwert von 454,7. Der AfD-Abgeordnete Dennis Hohloch hatte im Ausschuss dennoch die sofortige Öffnung der Grundschulen gefordert. Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren trügen nicht wesentlich zu den Neuinfektionen bei, meinte der Abgeordnete.
Die Schulen in Brandenburg sind seit Anfang Januar bis auf Abschlussklassen, Förderschulen und Notbetreuung geschlossen, gelernt wird zuhause. Das Kabinett hatte vereinbart, die Lage ab 18. Januar neu zu bewerten und zu entscheiden, ob es für Grundschulen Spielräume für einen Wechsel des Unterrichts in Schulen und zuhause gibt.
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