Erst eine überlastete Telefon-Hotline, dann verspäteter Impfstoff: Nun soll das Impfen gegen das Coronavirus in Brandenburg Fahrt aufnehmen – nach Lieferzusagen der Hersteller. Das brandenburgische Gesundheitsministerium hat am Montag Einzelheiten zur künftigen Impfstrategie bekannt gegeben. Im Folgenden veröffentlichen wir die Übersicht über künftige Impf-Angebote:

Anruf bei Umbuchungen oder Termin per Post

Personen, über 80 Jahre, deren Termine umgebucht wurden: Geimpft wird mit Biontech/Pfizer. Es erfolgt eine aktive Ansprache über das Call Center, rund 85 Prozent der Termine seien bereits vereinbart worden. Konnte jemand nicht erreicht werden, wird ein Termin generiert und per Post zugesandt.
Weitere Personen über 80 Jahre, die bislang keinen Termin haben: Sie werden mit Biontech/Pfizer oder Moderna geimpft und erhalten jahrgangsweise, beginnend mit den über 90-Jährigen, ein Impfangebot per Post und können über eine Sonderrufnummer einen Termin buchen. Die Erstimpfungen für diese Personen starten ab 8. März in den Impfzentren.
Mobiles Impfen: Nach Abschluss der Impfungen in den vollstationären Einrichtungen starten Impfungen mit Biontech/Pfizer oder Moderna in alternativen Wohnformen der Pflege.

Wer bekommt Astrazeneca?

Beschäftigte in Krankenhäusern und Reha-Kliniken: Sie werden mit Astrazeneca in den Krankenhäusern und Kliniken geimpft.
Personen unter 65 mit Vorerkrankung oder Behinderung gemäß zweiter Stufe mit hoher Priorität laut Impfverordnung:  Voraussetzung ist ein ärztliches Zeugnis über die Erkrankung nach Paragraph 3 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe a bis i. Ende der 8. Kalenderwoche soll die Online-Buchung für diesen Personenkreis freigeschaltet werden.
Buchungen sind telefonisch über eine Sonderrufnummer möglich, die auf dem Portal www.brandenburg-impft.de bekannt gegeben wird. Impfstoff ist Astrazeneca.

Bescheinigung vom Arbeitgeber

Beschäftigte in besonderen Berufsgruppen (wie Pflege, ambulante Medizin): Benötigen eine Arbeitgeberbescheinigung als Nachweis. Die Terminvermittlung erfolgt über eine Sonderrufnummer. Impfstoff: Astrazeneca.
Modellprojekt Impfungen in Arztpraxen: Ab Anfang März wird die Kassenärztliche Vereinigung im Modellvorhaben zunächst mit fünf Praxen starten und die Zahl dann im Laufe auf gut 50 erhöhen. Geimpft werden soll in den Praxen und bei Hausbesuchen mit dem Impfstoff Astrazeneca.
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