Ein Schüler in Brandenburg hat sich geweigert, im Gymnasium eine Alltagsmaske zu tragen. Er musste schließlich von der hinzugerufenen Polizei vom Gelände geführt werden. Darüber hat Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Donnerstag im Landtag berichtet. Der Zehntklässler aus Eichwalde habe mit Unterstützung seiner Eltern schon länger gegen die Maskenpflicht protestiert.

Er protestierte und beleidigte die Polizisten

Als er sich am Dienstag weigerte, eine Maske aufzusetzen, sei er von der Leitung des Humboldt-Gymnasiums aufgefordert worden, den Klassenraum zu verlassen, sagte die Ministerin. Dies habe der Schüler abgelehnt. Daraufhin habe die Schulleitung die Polizei gerufen. Die Beamten hätten den Jugendlichen dann vom Gelände geführt. Er habe dagegen protestiert und die Beamten beleidigt, sagte Ernst. Medienberichte, wonach der Junge vom Gelände getragen werden musste, würden jedoch nicht zutreffen.

Die AfD reagiert begeistert

Die AfD im Brandenburger Landtag zeigte sich sehr erfreut über das Verhalten des Gymnasiasten. Der Abgeordnete Dennis Hohloch schrieb auf Facebook: „Deine Courage sollte belohnt werden, deshalb biete ich dir ein Praktikum bei mir im Landtag an.“ Eine Besucherin von Hohlochs Facebook-Seite erwiderte: „Ich finde, sein Riesen-Ego für einen kurzen Moment hinten anzustellen und im Sinne der Gemeinschaft ein Stück Stoff im Gesicht zu tragen, zeugt von Courage.“
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