In Brandenburg ist ab diesem Mittwoch (19. Mai) die komplette Priorisierungsgruppe 3 impfberechtigt. Das Impfkabinett hat die vollständige Öffnung bestätigt, wie das Innenministerium am Dienstag mitteilte. Einen Impftermin beschaffen können sich nun damit auch Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und in besonders relevanten Positionen in Bereichen der Kritischen Infrastruktur. Auch Wahlhelfer können sich nun impfen lassen. Zur Priorisierungsgruppe 3 zählen in Brandenburg insgesamt rund 500.000 Menschen.

Ärzte warnen vor vorschneller Aufhebung der Impfreihenfolge

Auf einem Impfgipfel am Dienstagabend wollten Brandenburgs Kassenärzte mit Vertretern wichtiger Berufsverbände über die Zukunft der Priorisierung und die „Mangelverwaltung“ beraten. Die Ärzte hatten davor gewarnt, die vorgeschriebene Corona-Impfreihenfolge vorschnell aufzuheben. Hintergrund ist die geringe verfügbare Impfstoffmenge. Die Praxen erhielten in dieser und der kommenden Woche lediglich zwölf Impfdosen pro Arzt für Erstimpfungen, berichtete die Kassenärztliche Vereinigung (KVBB). Die Priorisierung sollte erst fallen, wenn dauerhaft ausreichend Impfstoff verfügbar sei.
Nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll ab dem 7. Juni keine Priorisierung mit einer festgelegten Reihenfolge mehr gelten. „Damit sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren berechtigt, einen Impftermin zu vereinbaren“, heißt es in einem Beschlussentwurf des Bundes für Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder am Montag.
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