Sie sollen - wenn möglich - zuhause lernen, um Kontakte zu vermeiden. Das hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Sonntag angekündigt. Ausgenommen davon sind Abschlussklassen und Förderschulen.
Wer allerdings keine Betreuungsmöglichkeit für sein Kind hat, soll es in die Schule bringen können. Vorschul-Kitas sollen in Brandenburg offen bleiben, die Eltern sollen ihre Kinder jedoch möglichst zuhause betreuen.
Der Städte- und Gemeindebund Brandenburg hält die Aussetzung der Präsenzpflicht in den Schulen für richtig. Geschäftsführer Jens Graf zeigte sich aber mit Blick auf den geplanten Unterricht zuhause vom 4. Januar bis 10. Januar in Sorge und forderte Bildungsangebote für die Kinder in Notbetreuung während der üblichen Schulzeit.

Kabinett will über harten Lockdown entscheiden

„Ich frage mich, ob Kinder, die vom Distanzlernen der restlichen Lerngruppe ausgeschlossen sind und "notfallbetreut werden", gegenüber ihren Klassenkameraden spürbar zurückgeworfen werden“, sagte Graf der Deutschen Presse-Agentur. „Dies würde gerade Kinder von Eltern, die während der Pandemie in Krankenhäusern, bei der Polizei oder im Einzelhandel hart arbeiten, deutlich benachteiligen.“
Das Kabinett will an diesem Montag über einen harten Lockdown mit nächtlicher Ausgangsbeschränkung, Ladenschließungen und ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit entscheiden, der ab Mittwoch gelten soll. Offen bleiben dürfen etwa Supermärkte, Drogerien oder Apotheken.
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