Die Corona-Infektionszahlen in Brandenburg haben zum Ende der Woche einen neuen Tiefstand erreicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank am Freitag auf 14,7 nach 19,1 am Donnerstag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Vor einer Woche hatte der Wert der gemeldeten Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen landesweit bei 26,8 gelegen. Alle Kreise und kreisfreien Städte lagen am Freitag unter einer Inzidenz von 30. Die wenigsten Corona-Fälle meldeten die nördlich gelegenen Kreise Ostprignitz-Ruppin (5,1), Prignitz (6,6) und Uckermark (7,6).
Innerhalb eines Tages kamen 45 neue Corona-Infektionen hinzu, nach 81 am Donnerstag. 100 Patienen sind wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus, davon werden 30 intensivmedizinisch betreut, hiervon müssen 25 beatmet werden. Sechs neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung kamen hinzu. Die Zahl der bekannten aktuell Infizierten sank seit dem Vortag von geschätzt rund 1800 auf 1700.

Mehr als eine halbe Million Brandenburger vollständig geimpft

Mehr als eine halbe Million Menschen in Brandenburg haben den vollen Impfschutz gegen das Coronavirus. Wie der Impflogistik-Stab am Freitag mitteilte, waren mit Stand Donnerstag 517 977 Menschen vollständig geimpft, also je nach Impfstoff auch ein zweites Mal - ein Bevölkerungsanteil von 20,5 Prozent. Insgesamt 41,1 Prozent der Brandenburger (1 037 168 Menschen) wurden bisher mindestens einmal geimpft. Bei den vollständig Geimpften liegt das Land im bundesweiten Vergleich nach Daten des Robert Koch-Instituts im Mittelfeld, bei den Erstimpfungen ist Brandenburg Vorletzter.
Die Priorisierung bei den Corona-Impfungen nach Altersgruppen und anderen Kriterien wird in Brandenburg am kommenden Montag komplett aufgehoben. Das Land folgt damit der Empfehlung des Bundes. Die Aufhebung der Impfreihenfolge gilt sowohl für die Arztpraxen als auch für die Impfzentren. Somit kann sich dann jeder Bürger um einen Impftermin bemühen.
Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg sieht das sehr kritisch, weil der Impfstoff in Brandenburg nach wie vor knapp ist. Sie fürchtet, dass der ohnehin schon bestehende Ansturm auf die Arztpraxen ab Montag noch stärker wird.
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