Die Brandenburger Städte und Gemeinden dringen auf einen Stufenplan für den weiteren Umgang mit den Corona-Regeln - ähnlich wie in anderen Bundesländern. „Die Bevölkerung erwartet jetzt auch so eine gewisse Orientierung“, sagte der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Jens Graf, am Montag. Er nannte den Plan von Schleswig-Holstein als Beispiel, der bei einer Konferenz in der vergangenen Woche von den Städten und Gemeinden, aber auch von den Landkreisen, grundsätzlich begrüßt worden sei. Graf betonte aber: „Wir würden das jetzt nicht als Lockerungsplan bezeichnen.“ Je nach Entwicklung der Infektionszahlen könne es auch Verschärfungen geben.

Schleswig-Holstein als Vorbild

Nach dem Plan von Schleswig-Holstein ist eingeschränkter Regelbetrieb an Kitas und wechselnder Unterricht in Schulen und zuhause möglich, wenn die Zahl neuer Ansteckungen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche sieben Tage lang stabil unter 100 liegt. Dann können auch Friseure wieder öffnen. Weitere Lockerungsschritte sieht der Plan aus Kiel vor, wenn die sogenannte Inzidenz stabil unter 50 liegt. Auch Niedersachsen und Thüringen haben eigene Pläne vorgelegt.
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