Im Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus, dem größten Krankenhaus in Südbrandenburg, sind die Impfungen des medizinischen Personals vorerst ins Stocken geraten - wegen Lieferengpässen beim Impfstoff. In der vergangenen Woche mussten 550 Termine für Erstimpfungen abgesagt werden, teilte Sprecherin Anja Kabisch am Dienstag mit. Zunächst hatte die „Lausitzer Rundschau“ berichtet. Bislang haben sich rund 900 Mitarbeiter impfen lassen. Die 1200 anstehenden Zweitimpfungen von Mitarbeitern sowie der Cottbuser Berufsfeuerwehr und des Rettungsdienstes seien aber sichergestellt.

Inzidenz von über 200 in Cottbus

Die Inzidenz in den südlichen Landkreisen Spree-Neiße, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald und der Stadt Cottbus lag auch am Dienstag nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei über 200 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.
„Wir sind optimistisch, schnellstmöglich - im besten Fall in vier Wochen - mit den Erstimpfungen fortfahren zu können, um die große Nachfrage nach Impfungen bedienen zu können“, sagte Kabisch weiter. Eine Vielzahl der Mitarbeiter sei potenziell gefährdet, während ihrer Arbeitszeit mit dem Virus in Kontakt zu kommen. Deshalb strebe das Klinikum eine möglichst hohe Durchimpfungsquote an. Kabisch betonte noch einmal, dass die Impfungen freiwillig seien.
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