„Ostern ist ja das Fest der Hoffnung und ich bin schon der Hoffnung, dass wir das schaffen können“, sagte Woidke am Donnerstag dem RBB und dem Fernsehsender RTL. Wenn „wir uns alle unterhaken, Bundesländer, Bundesregierung, dann werden wir auch diesen schweren Weg und diese schwere Phase der Pandemie überstehen.“ Für Montag planen Bund und Länder ein Spitzentreffen wegen der Schwierigkeiten durch den fehlenden Impfstoff. Woidke hatte für einen Impfgipfel geworben.

Ärger über das Corona-Impftempo

Der Regierungschef zeigte sich verärgert über das Impftempo. „Momentan haben wir in Brandenburg Impfstoff für circa 30 Prozent der über 70-Jährigen“, sagte Woidke. „Das heißt, dass es viel zu langsam vorangeht und das heißt auch, dass sich im Moment jede Diskussion über Lockerungen ausschließt, wenn es nicht gelingt, diese Gruppe zu schützen.“ Verschärfend kämen die Mutationen des Coronavirus hinzu. In Brandenburg war am Donnerstag erstmals die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante festgestellt worden.

Brandenburg kann Impfhersteller unterstützen

Auf die Frage, wer die Verzögerungen der Impfstofflieferungen „verbockt“ habe, sagte Woidke, es müsse Aufklärung geben. Sein Hauptthema sei aber, wie mehr Impfstoff nach Deutschland komme. Brandenburg könne die Hersteller unterstützen. „Wir haben eine ganze Reihe von Unternehmen in der chemischen Industrie oder im Arzneimittelbereich, die helfen könnten.“
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