In Brandenburg ist die Zahl der neuen Infektionen mit dem Coronavirus gesunken, bewegt sich aber weiter auf hohem Niveau. Das Gesundheitsministerium meldete am Sonntag 751 neue Fälle innerhalb eines Tages. Am Samstag hatte die Zahl der Ansteckungen mit 1019 einen Höchstwert erreicht. Fünf neue Todesfälle kamen hinzu. Damit starben seit Beginn der Pandemie im März 567 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19.

Inzidenzwert in Oberspreewald-Lausitz bei 553

Corona-Hotspot im Land bleibt weiter der südliche Kreis Oberspreewald-Lausitz. Dort erreichte die Zahl der Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen einen Wert von 553,2 nach dem Rekordwert von 560,5 am Samstag. Ab diesen Montag gelten im Kreis noch schärfere Corona-Regeln.
Auch in anderen Landkreisen ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Ansteckungen mit dem Virus weiter hoch. Im Elbe-Elster-Kreis stieg der Wert auf 473,4 nach 421,3 einen Tag zuvor. Im Kreis Spree-Neiße nahmen die Ansteckungen innerhalb einer Woche je 100 000 Einwohner ebenfalls leicht zu - von 408,9 auf 409,8 Fälle. Ganz Brandenburg liegt mittlerweile bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 206,8. Am Samstag betrug der Wert 195,8.

Krankenhäuser melden angespannte Lage

Erkrankt sind im Land aktuell 10 204 Menschen - ein Anstieg von 638. Insgesamt haben sich damit seit März 29 053 Menschen in Brandenburg mit dem Coronavirus angesteckt, 18 282 gelten als genesen - 105 mehr als einen Tag zuvor.
Die Situation in den Krankenhäusern bleibt wegen Personalmangels angespannt - vor allem im Süden des Landes. Von 712 Betten auf den Intensivstationen in Brandenburger Krankenhäusern seien 539 belegt, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervorgeht. 173 Betten sind demnach noch frei, zusätzlich können 371 Intensivbetten aufgestellt werden.
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