Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg klettert weiter rasch nach oben. Das Gesundheitsministerium berichtete am Donnerstag von 116 neuen bestätigten Fällen innerhalb eines Tages nach 94 am Mittwoch. In den vergangenen sieben Tagen steckten sich 15,9 Menschen je 100.000 Einwohner an, am Vortag lag der Wert noch bei 13,5. Vor einer Woche betrug er 10,5. Damit liegt das Land nach wie vor unter dem bundesweiten Durchschnitt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen lag der Wert bei 27,6 - am Vortag hatte er 25,1 betragen.

Ostprignitz-Ruppin mit Corona-Inzidenz von 22,3

Drei Landkreise und zwei Städte lagen bei der Sieben-Tage-Inzidenz über 20, im Kreis Teltow-Fläming betrug der Wert genau 20: Den höchsten Wert verzeichnete den Angaben zufolge weiter der Kreis Prignitz mit 38,1, gefolgt von Ostprignitz-Ruppin mit 22,3 und Potsdam mit 22,2. Liegt der Wert an fünf Tagen über 20, gilt wieder die Pflicht für Corona-Tests etwa für Hotels und Innenräume von Gaststätten. Das ist in der Prignitz der Fall. Dort ist der Wert so hoch, weil das Virus nach Angaben von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) in einer Kita ausgebrochen ist.
Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.
Landesweit werden 14 Patienten wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, davon werden fünf intensivmedizinisch betreut, hiervon müssen vier beatmet werden. Die Zahl der aktuell Infizierten und Erkrankten liegt bei geschätzt rund 700.

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