In Brandenburg stecken sich nach Daten des Gesundheitsministeriums nach wie vor wenig Menschen mit dem Coronavirus an. Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Ansteckungen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner - ging mit 2,5 am Dienstag gegenüber dem Vortag noch einmal leicht zurück. Am Montag betrug der Wert 2,6, vor einer Woche bei 3,3. In 4 von 14 Landkreisen lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei Null. Bis auf Elbe-Elster (9,8), Oberhavel (7,0) und Oder-Spree (6,7) blieben alle Landkreise und kreisfreien Städte unter dem Inzidenzwert 5.
Landesweit kamen zwei neue Corona-Infektionen hinzu. Wenngleich fünf neue Infektionsfälle verzeichnet wurden, entfielen zugleich drei aufgrund aktueller Datenkorrekturen der Gesundheitsämter. Da es
sich um länger zurückliegende Infektionsfälle handele, sei die Sieben-Tage-Inzidenz hiervon nicht beeinflusst, wie das Ministerium weiter mitteilte.

Über die hälfte der Brandenburger erstgeimpft

51,8 Prozent der Brandenburger Bevölkerung haben nach Angaben des Impflogistik-Stabes bislang eine erste Impfung erhalten (Stand 28. Juni). 32,7 Prozent sind vollständig geimpft. Bei den Erstimpfungen liegt das Land im Vergleich zu anderen Bundesländern im Mittelfeld, bei den Zweitimpfungen weiter hinten.
Der SPD-Fraktionschef im Landtag, Erik Stohn, rief dazu auf, sich vollständig impfen zu lassen. In Brandenburg gebe es bereits 61 nachgewiesene Fälle der besonders ansteckenden Delta-Variante. Eine Zweitimpfung sei erforderlich, um sich gegen diese Variante zu schützen. „Niemand sollte seinen Zweitimpftermin zugunsten des Urlaubs sausen lassen, sondern die Urlaubszeit wo immer möglich an den Impfterminen ausrichten“, sagte Stohn. „Sagen Sie Termine nicht ab, nur weil die Inzidenzzahlen aktuell niedrig sind“, mahnte er.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.