Ungeachtet der Unsicherheit in der Corona-Krise haben im vergangenen Jahr wieder tausende Berliner und Brandenburger ein Gewerbe angemeldet. In etwa jedem fünften Fall ging es um eine Tätigkeit im Handel oder um Kfz-Werkstätten, wie aus Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg hervorgeht. An zweiter Stelle stand in Berlin der Bau, in Brandenburg waren es Wirtschaftsdienstleistungen. Insgesamt gab es in Berlin 40 982 Gewerbeanmeldungen und in Brandenburg 17 069. Das war jeweils rund 2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Negative Bilanz in Brandenburg

Während in Berlin branchenübergreifend weniger Gewerbe ab- als angemeldet wurden, gab es in Brandenburg eine leicht negative Bilanz im Gastgewerbe und im Sektor Kunst, Unterhaltung und Erholung.
Unterm Strich haben aber in beiden Ländern so wenig Menschen ihr Gewerbe abgemeldet wie seit Jahren nicht. In Berlin sank die Zahl um gut 16 Prozent auf knapp 30 000, in Brandenburg um rund 7 Prozent auf nahezu 15 700. Hier dürfte die Aussicht auf staatliche Hilfsgelder ebenso eine Rolle spielen wie die Tatsache, dass zahlungsunfähige Unternehmen wegen der Krise monatelang keinen Insolvenzantrag stellen mussten.
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