Hunderte Menschen haben am Samstag in Potsdam gegen den Lockdown und die staatliche Corona-Politik demonstriert. Ein dpa-Fotograf sprach von bis zu 500 Teilnehmern. Die Polizei konnte zur Teilnehmerzahl keine Angaben machen. Auf Plakaten waren neben Forderungen nach maskenfreien Schulen auch Rücktrittsaufforderungen an die Bundesregierung zu lesen.
In der Potsdamer Innenstadt kam es zu Verkehrseinschränkungen, die Breite Straße sei am Nachmittag voll gesperrt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Einen weiteren Protest gegen den Lockdown gab es in Form eines Autokorsos, der zweispurig vom Filmmuseum bis zur Zeppelinstraße reichte.
Vor dem Filmmuseum versammelten sich auch knapp 100 Menschen für eine Gegendemo unter dem Motto „Ausgeschwurbelt - Gemeinsam gegen Corona, Quatschdenken und Nazigeschwurbel!“. Ein linkes Aktionsbündnis hatte dazu aufgerufen.

Inzidenz in Potsdam knapp unter 100

Der Inzidenzwert in der Brandenburger Landeshauptstadt lag am Samstag nach Angaben des Gesundheitsministeriums mit 97,0 nur knapp unter dem kritischen Wert von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. In Brandenburger Landkreisen und kreisfreien Städten über der 100er Marke werden ab Montag jüngste Lockerungen zurückgenommen, wenn diese hohe Inzidenz drei Tage lang anhält.
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