Brandenburg verlängert die meisten Corona-Regeln bis einschließlich 2. April, lockert aber auch einige Beschränkungen. Die SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung tritt am Freitag (18. März) in Kraft und löst damit die bisherige Eindämmungsverordnung ab, verkündet die Staatskanzlei Brandenburg in einer Pressemitteilung. Das Kabinett entschied am Donnerstag für folgende Regeln:

Die Corona-Regeln ab dem 18. März 2022 in Brandenburg

  • 3G-Regel in Friseurläden und Kosmetikstudios, in Hotels und im Ausflugsverkehr werden ab Freitag aufgehoben, sie gilt aber weiterhin für Gaststätten, Theater und Kinos - dort haben also weiterhin nur Geimpfte, Genesene oder aktuell negativ Getestete Zutritt.
  • In Clubs und Diskotheken ist künftig mit der 2G-Regel der Zutritt für Geimpfte und Getestete erlaubt - ein Booster oder zusätzlicher Test ist nicht mehr nötig
  • Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler bleibt dagegen ebenso wie die Testpflicht drei Mal pro Woche zunächst bis zum 2. April bestehen
  • in Kitas und Krippen müssen Kinder ab einem Jahr weiter an mindestens zwei Tagen pro Woche getestet werden

Kompromiss in Sachen 3G-Regelung

Damit hat sich die rot-schwarz-grüne Koalition auf einen Kompromiss geeinigt. Die CDU hatte gefordert, die Maskenpflicht in Schulen und die 3G-Regel in Gaststätten und Hotels zu kippen, mit der Gäste nur geimpft, genesen oder mit negativem Corona-Test Zutritt haben. Die Grünen hatten dagegen die bisherigen Beschränkungen beibehalten wollen.

Frankfurt (Oder) / Cottbus

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) verwies am Donnerstag dazu auf die weiterhin hohen Infektionszahlen und eine angespannte Lage in den Krankenhäusern. „In einer solchen Situation brauchen wir selbstverständlich weiterhin wirksame Schutzmaßnahmen“, sagte sie. „Ich halte ganz besonders das Tragen von Masken auch in den kommenden Wochen in allen Bereichen, wo sich viele Menschen in Innenräumen begegnen, für dringend geboten.“
CDU-Fraktionschef Jan Redmann begrüßte die Einigung, machte aber auch deutlich: „Es ist kein Geheimnis, dass wir uns mehr gewünscht hätten. Für uns ist jetzt der Punkt für mehr Eigenverantwortung erreicht. Trotzdem hat sich die Landesregierung auf einen guten Kompromiss verständigt, schließlich werden schon zum 2. April die meisten übrigen Regeln fallen.“

Was gilt für Geimpfte und Ungeimpfte - 2G oder 3G?

Brandenburg hatte die Corona-Beschränkungen seit Februar in zwei Schritten gelockert. Seit dem 4. März war in Gaststätten der Besuch für Geimpfte und Genesene, aber auch für Ungeimpfte mit negativem Corona-Test (3G) möglich.
In Kinos und Theatern gilt das drinnen wie draußen. Diskotheken und Clubs konnten mit 2G plus - also für Geimpfte und Genesene mit Booster oder zusätzlichem Test - öffnen. In Sporthallen, Schwimmbädern und Fitnesscentern war drinnen die 3G-Regel vorgesehen.
Mehr zum Thema Corona und die Folgen für Brandenburg und Berlin lesen Sie auf unserer Themenseite.
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