Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich auch in Deutschland und Brandenburg immer weiter aus. In Nachbarländern Deutschlands und vielen anderen Staaten Europas ist sie bereits in kurzer Zeit zur dominierenden Mutante mit stark steigenden Fallzahlen geworden. Deutschland reagiert nach dem Corona-Gipfel in der vergangenen Woche mit einem „Lockdown light“ ab dem 28. Dezember.

Woidke zu schärferen Corona-Regeln: Akzeptanz ist Grundvoraussetzung

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat an Weihnachten vor einer übereilten Debatte über schärfere Corona-Regeln angesichts der Omikron-Variante gewarnt. „Wir dürfen die Menschen nicht überstrapazieren“, sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Sie müssen mitgenommen werden und die Maßnahmen verstehen. Jede Woche ein neues Maßnahmenpaket würde nur zu Unverständnis führen.“
Akzeptanz sei die Grundvoraussetzung für den gemeinsamen Erfolg. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es mit den geeigneten Maßnahmen und Verständnis in der Bevölkerung nicht zum Worst-Case-Szenario mit zehn Millionen Infizierten in der zweiten Januar-Woche kommt.

Corona-Regeln: Woidke will Debatte über Impfpflicht verschieben

Die Regierungschefs von Bund und Ländern hatten am Dienstag schärfere Beschränkungen beschlossen. Am 7. Januar will sich Kanzler Olaf Scholz (SPD) erneut mit den Länderchefs treffen, um über die Pandemiebekämpfung zu beraten. Die Ministerpräsidenten hatten laut Woidke vereinbart, schon zuvor zu beraten, falls es zu einer erheblichen Zusatzbelastung für das Gesundheitssystem kommen sollte. Woidke rät dazu, über die umstrittene Frage einer Impfpflicht für alle erst Ende Januar oder im Februar zu entscheiden. Angedacht ist, dass das Parlament ohne Fraktionszwang über eine mögliche Einführung einer allgemeinen Impfpflicht abstimmen wird. Kanzler Olaf Scholz (SPD) befürwortet eine solche allgemeine Impfpflicht.

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