Dabei sei fast das gesamte bisherige Jahr 2020 von höheren Sterbefallzahlen als 2019 geprägt. So fiel etwa die Hälfte der zusätzlichen Sterbefälle in die Monate Januar und Februar.
In der 13. (+124 Personen) und 14. (+113 Personen) Kalenderwoche, also der Zeit vom 23. März bis 5. April, starben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich mehr Menschen (+20,3 Prozent). In den darauffolgenden Wochen ging diese erhöhte Sterblichkeit schnell zurück. In der 19. Kalenderwoche starben 41 Personen mehr als im Vorjahreszeitraum und damit weniger als im Durchschnitt dieses Jahres. Im Durchschnitt dieses Jahres starben bislang pro Kalenderwoche 50 Personen mehr als 2019. In Berlin starben in den ersten 19 Kalenderwochen dieses Jahres 706 Personen weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Rückgang von 5,0 Prozent. Dabei ist fast das gesamte bisherige Jahr 2020 von niedrigeren Sterbefallzahlen als 2019 geprägt. In den Kalenderwochen 13 bis 15 übertrafen die Sterbefallzahlen das Vorjahresniveau um insgesamt 90 Personen (+4,3 Prozent).
Ab Kalenderwoche 16 liegen die eingegangenen Sterbefallmeldungen wieder hauptsächlich unterhalb der Vorjahreswerte. Eine erhöhte Sterblichkeit in Zusammenhang mit Covid-19 ist nach aktueller Datenlage auf einen kurzen Zeitraum beschränkt und schwach ausgeprägt. Bei den dargestellten Sterblichkeitsdaten handelt es sich um eine Fallauszählung ohne weitere statistische Aufbereitung der eingegangen Sterbemeldungen.
Vom Tod einer Person bis zur Meldung an die amtliche Statistik vergeht Zeit. In Brandenburg betrug 2019 in 95 Prozent der Fälle diese Zeitspanne zwei Wochen oder weniger. In Berlin waren 2019 nach acht Wochen 95 Prozent aller Sterbefälle registriert. Daher sind die Sterbefallzahlen, insbesondere in Berlin, am aktuellen Rand unterschätzt.