Damit Unternehmen im Tourismus weitere Corona-Hilfen erhalten können, müsse ein Umsatzeinbruch vorliegen und förderfähige Fixkosten nachgewiesen werden, sagte die Sprecherin der Investitionsbank Berlin-Brandenburg (ILB), Ingrid Mattern. Teilweise gebe es noch Informationsdefizite bei Betroffenen, unter anderem bei Vermietern von Ferienwohnungen.

Förderungsbedingungen für Ferienwohnungen

Ferienwohnungen sind nach den Angaben grundsätzlich nur förderfähig, wenn sie im gemeldeten Haupterwerb vermietet seien, sagte Mattern. Mindestens 51 Prozent der Einkünfte müssten daraus erzielt werden oder es müsse in der Firma mindestens einen weiteren Teilzeit-Angestellten geben.
Wenn in einem Betrieb die Vermietung von Ferienwohnungen einer von mehreren Geschäftsbereichen sei, müssten nach den Regeln der November- und Dezemberhilfe mindestens 80 Prozent der Umsätze durch die Schließung betroffen sein, sagte die Sprecherin.
„Es liegen einzelne Anträge solcher Mischbetriebe vor, welche abgelehnt werden müssen“, sagte Mattern. Sie konnten nicht den geforderten Umsatzanteil und -rückgang nachweisen.
Ausnahmen gebe es seit dem 19. März für gastronomische Teilbetriebe oder gastronomische Unternehmen in einem Unternehmensverbund. Dadurch sei es möglich, eine größere Anzahl von Anträgen noch einmal zu prüfen, die ursprünglich bereits zur Ablehnung vorgesehen waren.
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