Brandenburg testet eine Öffnung der Stadien für mehr Zuschauer. Die Landesregierung hat am Dienstag beschlossen, dass erst einmal bis zum 15. November 20 Prozent der Zuschauerkapazität bei Sportveranstaltungen zugelassen sind. Damit kann die bisherige Obergrenze von 1000 Gästen überschritten werden.

Tickets werden personalisiert

Voraussetzung ist, dass die Veranstalter ein Konzept mit Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen durchsetzen. Tickets werden außerdem personalisiert und sollen online gekauft werden. Es gilt ein striktes Alkoholverbot, erklärte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Als weitere Einschränkung nannte sie, dass das Infektionsgeschehen in der jeweiligen Region nicht über 35 Neuinfizierte je 100.000 Einwohnern liegen dürfe.

Brandenburg weiter in stabiler Situation

Mit der neuen Verordnung setzt Brandenburg eine Verständigung der Bundesländer vom 15. September in Kraft. Die generelle Überarbeitung der brandenburgischen Umgangsverodnung erfolgt am 11. Oktober. Dann wird geklärt, ob auch bei kulturellen Veranstaltungen die 1000-Zuschauer-Marke überschritten werden darf.
Nonnemacher sprach von einer Balance zwischen der Gefahr steigender Neuansteckungen und einer möglichst großen Lockerung. Brandenburg sei nach wie vor in einer stabilen Situation, auch wenn in anderen Ländern Europa sich besorgniserregende Entwicklungen abzeichnen.