In Brandenburger Gefängnissen haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie zwei Gefangene nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Einer der beiden Infizierten sei inzwischen wieder gesund, bei dem anderen sei ein weiterer Test negativ ausgefallen, wie das Justizministerium Brandenburg der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam auf Anfrage mitteilte (Stand: 5. November). Damit gebe es derzeit keine bekannten aktiven Corona-Fälle in den Gefängnissen im Land.

Quarantänestationen der Gefängnisse

Die Gefangenen waren nach Ministeriumsangaben neu in den Justizvollzugsanstalten Nord-Brandenburg, Teilanstalt Neuruppin-Wulkow, und Brandenburg an der Havel aufgenommen worden. Die beiden seien in die Quarantänestationen der Gefängnisse gekommen und sofort getestet worden.
Unter den Mitarbeitern in den Gefängnissen ist bisher keine bekannte Infektion aufgetreten. Eine Beamtin war während ihres Urlaubs an Covid-19 erkrankt, bevor sie ihren Dienst in einem Gefängnis wieder angetreten hatte, so dass eine Ansteckung ausgeschlossen wurde.

Besucher mit Maske und Abstandsgebot zugelassen

„Nach der ersten Welle der Corona-Pandemie, die mit starken Einschränkungen für die Gefangenen verbunden war, wurden Einschränkungen sukzessive und situationsangepasst wieder aufgehoben“, so Sprecher Frank Schauka. Besuche werden weiterhin beschränkt - mit Maske und Abstandsgebot - zugelassen. Eine Trennscheibe trennt Besucher und Gefangenen. Sie sollen einen Abstand von zwei Metern voneinander halten.
Begleitete Ausgänge finden nach Angaben des Ministeriums statt, ebenso wie schulische und berufliche Qualifizierungs- und interne Behandlungsmaßnahmen - immer mit Blick auf das Infektionsgeschehen. Als Alternative für die Einschränkungen können Gefangene per Videotelefonie mit ihren Angehörigen sprechen, davon wird laut Ministerium „umfänglich Gebrauch“ gemacht.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.