Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in Brandenburg am Sonntag etwas zurückgegangen. 157 Fälle seien gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Am Samstag waren es noch 247.
Im Land haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie damit im März 6772 Menschen mit dem Virus angesteckt. Im Vergleich zu Samstag kamen drei neue Todesfälle hinzu. Es starben damit 190 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19. Am Wochenende sind die Zahlen meist geringer aufgrund verzögerter Meldungen.

Beschränkung bei Kontakten, Veranstaltungen und privaten Feiern

In Brandenburg gibt es nach Angaben des Ministeriums mehrere Risikogebiete angesichts des Wertes der Sieben-Tage-Inzidenz, der im Landesdurchschnitt bei einem Wert von 45,7 je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt. Ab einem Wert von 50 gelten besonders starke Begrenzungen bei Veranstaltungen und privaten Feiern. Zudem sind Kontakte im öffentlichen Raum auf maximal zehn Personen oder einen Hausstand beschränkt.
Am höchsten liegt der Wert bislang im Landkreis Spree-Neiße und Cottbus mit 84,4 und 83,3. Dann folgen die Landkreise Oberspreewald-Lausitz (64) und Prignitz (61,7). Über 50 liegen die Stadt Brandenburg-Havel (58,2) und Elbe-Elster (55). Im Landkreis Teltow-Fläming wurde der kritische Wert von 50 Fällen erreicht.

Maskenpflicht im Freien in Potsdam

Angesichts steigender Corona-Ansteckungswerte gilt seit dem Wochenende in der Stadt Potsdam auch im Freien die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf verschiedenen Straßen und Plätzen. Die Polizei sei nicht im Einsatz gewesen, um das Nichtbefolgen der Anordnung zu ahnden, sagte ein Sprecher des Lagedienstes am Sonntag auf Anfrage. Beamte werden nur bei Bitte um Vollzugshilfe tätig, die liege nicht vor. Nach Angaben der Stadt kontrollierten die Ordnungsämter. Am Montag solle es ein Bilanz geben, wie sich die Potsdamer verhalten haben.
Seit Samstag müssen Spaziergänger und Einkaufslustige auf der Brandenburger Straße von 9 bis 19 Uhr und im Umfeld des Hauptbahnhofes rund um die Uhr sich schützen. Zudem gilt die Anordnung der Stadt auch für die drei Märkte während des Verkaufs. Bereits zu den Feierlichkeiten zum 3. Oktober galt in der Innenstadt an Veranstaltungsplätzen eine Maskenpflicht. Die am Freitag nun verkündete Regelung solle vorerst bis zum 2. November gelten, hieß es.
Hintergrund ist die neue Verordnung des Landes. Danach muss eine Stadt ab dem Überschreiten der Sieben-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht auf Straßen und Plätze erlassen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter überwiegend nicht eingehalten werden kann. Ab einem Wert von 50 dürfen sich in den betroffenen Regionen nach den Beschlüssen nur noch bis zu zehn Menschen in der Öffentlichkeit treffen. Auf belebten öffentlichen Plätzen und in Einkaufszentren können Kommunen eine Maskenpflicht erlassen.
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