Die brandenburgische SPD soll wegen der Corona-Pandemie ihren für den 7. November geplanten Landesparteitag verschieben. Dafür plädiert der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit und Pflege (ASG). Der Veranstaltungsort Potsdam steuert darauf zu, ein Risikogebiet zu werden, erklärte die Vorsitzende Britta Müller am Dienstag. Angesichts dessen würde der Parteitag ein zusätzliches Risiko darstellen. Sie verwies darauf, dass die SPD in Sachsen-Anhalt bereits einen Parteitag verschoben hat.
Erik Stohn, Generalsekretär der brandenburgischen SPD betonte, dass man das Infektionsgeschehen in Potsdam im Blick habe. Steige die Inzidenzzahl über 50 könne die Veranstaltung nicht in der geplanten Form stattfinden. Eine Parteitag per Videokonferenz sei jedoch schwierig, da dann nicht die geplanten Wahlen zum Parteivorstand stattfinden könnten.

Erstmals der Wert in ganz Brandenburg bei 51,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner

In Brandenburg steigt die Zahl der Corona-Risikogebiete. Das Gesundheitsministerium berichtete am Dienstag von mittlerweile zehn Landkreisen, am Montag waren es acht.
Als Risikogebiete gelten Gegenden, in denen die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen den kritischen Wert von 50 übersteigt. Dies trifft mittlerweile erstmals für ganz Brandenburg (51,9) zu.
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