Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus nimmt in Brandenburg weiter deutlich zu. Das Gesundheitsministerium berichtete am Dienstag von 2125 neu registrierten Infektionen nach 954 am Montag. Die Sieben- Tage-Inzidenz stieg im gesamten Land von 570,3 am Vortag auf 600,1. Im Ländervergleich hat das Bundesland damit nach Sachsen, Thüringen und Bayern den vierthöchsten Wert. Bei diesem Wert steht die Warnampel von Brandenburg schon länger auf Rot.
Nach wie vor verschärft sich vor allem im Süden die Corona-Lage. Dort liegen drei Landkreise weiter über 1000 neuen Infektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen: Oberspreewald-Lausitz (1358,9), Elbe-Elster (1324,6) und Spree-Neiße (1018,5). Oberspreewald-Lausitz hat damit nach Daten des Robert Koch-Instituts den fünfthöchsten Wert bundesweit in einem Landkreis, Elbe-Elster den siebthöchsten.
Auch die Zahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern steigt weiter. Aktuell werden 511 Menschen behandelt nach 455 am Montag. 107 Patienten liegen auf Intensivstationen, 86 von ihnen müssen mit Stand Montag beatmet werden. Die Zahl neuer Covid-19-Patienten in Kliniken pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 3,63 und ging damit gegenüber dem Vortag leicht zurück. Die Zahl der Infizierten und Erkrankten wird aktuell auf rund 28.200 geschätzt, in der vergangenen Woche waren es rund 17.200.
Auf Gelb steht die Ampel nach wie vor bei der Belegung der Intensivbetten in Kliniken. Der Anteil der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen an der Zahl der belegbaren Intensivbetten liegt bei 15 Prozent, der Warnwert von 10 Prozent ist überschritten.
Das rot-schwarz-grüne Kabinett will angesichts der wachsenden Belastung von Krankenhäusern an diesem Dienstag die Weichen für eine drastische Verschärfung der Corona-Regeln für Ungeimpfte stellen und unter anderem dazu Entscheidungen mitteilen.