Die Brandenburger Polizei bereitet sich auch für diesen Montag auf zahlreiche angemeldete und unangemeldete Versammlungen von Corona-Kritikern und Impfgegnern vor. Nach dpa-Informationen rechnet sie landesweit mit mehreren tausend Teilnehmenden - allein in Cottbus mit einem unangemeldeten Protestzug von etwa 3000 Corona-Kritikern. Für den gesamten Süden Brandenburgs gebe es etwa 18 angemeldete und unangemeldete Versammlungen, sagte ein Polizeisprecher in Cottbus auf Nachfrage.
Darunter sind demnach Demonstrationen in Forst, Calau, Ruhland und Königs Wusterhausen. Proteste sind auch in Potsdam, Angermünde (Uckermark), Eberswalde (Barnim), Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) und Bad-Saarow (Oder-Spree) angemeldet. In Frankfurt (Oder) rechnet die Polizei mit einer Zahl Protestierender im hohen dreistelligen Bereich.
In Potsdam sind zudem Gegendemonstrationen geplant. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hatte bei jüngsten Gegenprotesten in der Landeshauptstadt mit einem Appell an Impfgegner für Aufsehen gesorgt: „Ihr müsst nicht mit Reichsbürgern, Rechtsradikalen, dem III. Weg, der AfD oder anderen rechten Parteien spazieren gehen, um Eure Meinung zu sagen. Eure freie Meinungsäußerung schützt der Staat“, hatte Schubert nach Angaben der Stadt an die Demonstrierenden gerichtet gesagt. Über seinen Aufruf hatte zunächst die „Märkische Allgemeine“ berichtet.
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