"Wir sollten die Oderwiesenrinder in unser Wappen aufnehmen", erklärte Sophienthals Ortsvorsteher Botmer Mischke, nachdem er die Videoaufnahme zur Vertreibung eines Bibers durch die an der Oder weidenden Rinder der Rasse "Uckermärker" gesehen hat.
Die Videos hat Dominik Mattausch gedreht. Er begleitete Mandy Schröder, die die drei Herden der Agrargenossenschaft Oderbruch Zechin (AGO) (Märkisch-Oderland) betreut. "So dramatisch es auch auf den Videos aussieht – es wird dabei niemand verletzt", erklärt die erfahrene Tierpflegerin.
Enrico Krüger, Vorsitzender der AGO Zechin, erklärte, dass die Tiere dabei ganz ihrem natürlichen Herdeninstinkt folgen. Da sie das ganze Jahr über auf den Weiden sind, sorgen sie auch dafür, dass "Eindringlinge", in diesem Fall der Biber, das Terrain verlassen.
"Die Kälber und schwachen Tiere werden dabei in die Mitte genommen, die stärkeren vertreiben den Eindringling. Das kann ein Wolf sein, oder wie hier ein Biber. Aber auch Menschen, die die Absperrung überwinden und den Tieren zu nahe kommen, können vertrieben werden.
"Dabei sind die Mutterkühe oftmals aggressiver als die Bullen", so Krüger. Man versuche zwar, die Hörner wegzuzüchten. Aber es gibt noch einige Tiere mit Hörnern, die dann auch zum Einsatz kommen, wenn Feinde vertrieben werden sollen. Derzeit hat jede der drei Herden 100 Rinder und 100 Kälber. Das Fleisch der Tiere wird direkt vermarktet.