Die vielbefahrene Bahnstrecke Berlin-Hamburg wird im Zuge einer Generalsanierung 2025 ein halbes Jahr lang für den Zugverkehr gesperrt. Während der Bauarbeiten kann die 280 Kilometer lange Schnellstrecke zwischen Juni und Dezember 2025 nicht befahren werden, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitag) berichteten. Zuvor würden Umleitungsstrecken hergerichtet.
Während der sechsmonatigen Sanierung sollen Gleise, Weichen, Oberleitungen und Stellwerke modernisiert werden. Bahnhöfe sollen dem Bericht zufolge neue Bahnsteigdächer, Wetterschutzhäuser und Wegeleitsysteme erhalten, die Barrierefreiheit soll verbessert werden. Zudem werden Überholmöglichkeiten für Züge geschaffen.
Auch die für den Güterverkehr wichtige Strecke Emmerich-Oberhausen soll laut Deutscher Bahn saniert werden. Die Sanierung erfolge zwischen November 2024 und Juni 2026 überwiegend durch getaktete Sperrungen und eingleisigen Betrieb. Der 72 Kilometer lange Abschnitt ist Teil der europäischen Verbindung zwischen Rotterdam und Genua und könne nicht für einen längeren Zeitraum gesperrt werden, hieß es.
„Beide Korridore sind zentrale Bausteine im künftigen Hochleistungsnetz“, sagte Bahn-Chef Richard Lutz den Funke-Zeitungen. Ziel sei es, durch die Erneuerung der wichtigsten Korridore noch mehr Menschen und Unternehmen für die Schiene zu gewinnen. Mit einem kurzen gebündelten Eingriff soll möglichst viel Verbesserung für das Gesamtsystem erzielt werden, sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP).
Das erste Modernisierungsprojekt startet wie bereits bekannt 2024 auf der Strecke Frankfurt/Main und Mannheim. Bis 2030 will die Deutsche Bahn pro Jahr dann mindestens zwei weitere Korridore sanieren.
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