Das östliche Sachsen-Anhalt und das westliche Brandenburg seien Wirtschaftsregionen mit starkem Zukunftspotenzial. Insbesondere die Digitalisierung eröffne gerade den ländlichen Regionen neue Perspektiven, denn digital Arbeitende könnten ihren Arbeitsort frei wählen, erklärten die Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), Steffen Kammradt, und der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt (IMG), Thomas Einsfelder.
Für das Leben und Arbeiten auf dem Land gebe es bereits erfolgreiche Beispiele, etwa der Kreativort „Coconat“ in Bad Belzig, das geplante KoDorf in Wiesenburg (Potsdam-Mittelmark) oder das „Atelier Offen“ in der Altmark, zählten die Förderer auf. In der gemeinsamen Vereinbarung sind Themen wie Vernetzung, Projektunterstützung sowie Vermarktung als gemeinsame Ziele aufgeführt.
„Das westliche Brandenburg und das östliche Sachsen-Anhalt verzeichnen eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Das Institut der deutschen Wirtschaft hat jüngst erst Westbrandenburger Regionen attestiert, zu den Aufsteigerregionen in Deutschland zu gehören“, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD). Diese erfreuliche Entwicklung solle mit der Vereinbarung ausgebaut werden, weil man gemeinsam stärker sei.
„Gerade im internationalen Standortwettbewerb müssen wir die Kräfte für die Entwicklung der Gesamtregion bündeln“, sagte der sachsen-anhaltische Wirtschaftsminister Armin Willingmann. Dabei sollten auch die regionalen Akteure der Kreise, Städte und Gemeinden wie auch Partner aus der Privatwirtschaft und kreativer Netzwerke mit eingebunden werden.