Die Entscheidung über das vom Berliner Senat geplante 29-Euro-Ticket für Busse und Bahnen könnte am Donnerstag fallen. Der Aufsichtsrat des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) berät dazu am Mittag. Der Landrat des Brandenburger Landkreises Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt (SPD), habe seinen Einspruch gegen die Dringlichkeit der Sitzung zurückgezogen, sagte eine Sprecherin des Berliner Senats am Donnerstagmorgen. Ob der Aufsichtsrat dem Berliner Plan zustimmt, stand aber noch nicht fest.

29-Euro-Ticket ab Oktober

Der Berliner Senat will ein auf die Hauptstadt beschränktes 29-Euro-Ticket für den Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember anbieten. Ein gemeinsames Ticket für beide Bundesländer ist wegen der Skepsis in Brandenburg höchst unwahrscheinlich. Im VBB-Aufsichtsrat sitzen auch Bürgermeister und Landräte aus Brandenburg. Kritik aus Brandenburg gab es aber auch an dem Plan, dass das Ticket auf Berlin beschränkt werden soll.
So sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Brandenburger Landtag, Jan Redmann, am Donnerstag im RBB-Inforadio, es gebe derzeit viel dringendere Prioritäten. Die gestiegenen Energiepreise für den Bus- und Bahnverkehr müssten erstmal gestemmt werden und auch der Ausbau der Verkehrsangebote auf dem Land sei nötig. Die Pläne der Berliner Koalition aus SPD, Grünen und Linken seien Geldverschwendung und ein vorgezogenes Wahlkampfgeschenk, das nicht in diese Zeit passe. Berlin sehe nur auf sich selbst und habe Brandenburg dabei nicht im Blick.