Das Pikante: Zahlreiche Mitarbeiter dieses Ministeriums gelten in dem Fall als Beschuldigte. Nach Angaben des Innenministeriums galt die Meldung jedoch nicht als geheim. Die Staatsanwaltschaft wollte trotzdem prüfen. Speer als damals oberster Dienstherr musste das absegnen, lehnte es jedoch am 13. September ab. Die Staatsanwaltschaft stellte dann die Ermittlungen zum vermeintlichen Geheimnisverrat ein. Eine Begründung lieferte Speer für sein Veto nicht, wie Justizminister Schöneburg auf Nachfrage sagte. Das sei aber auch nicht nötig gewesen. Die Entscheidung liege im Ermessen des Ministers.
In dem Korruptionsverfahren geht es um eine mehrtägige Angelreise, zu der eine Entsorgungsfirma aus Peitz (Spree-Neiße) 14 Landesbedienstete, darunter zwei Leiter von Straßenmeistereien, eingeladen haben soll. Neben dem Ausflug auf der Ostsee sollen die Teilnehmer laut „Tagesspiegel“ auch Geschenke im Wert zwischen 30 und 550 Euro erhalten haben. Die auf Korruption spezialisierte Staatsanwaltschaft in Neuruppin ermittelt gegen die Geschäftsführer der Firma wegen des Verdachts auf Bestechung und Vorteilsgewährung sowie gegen die Landesdiener wegen Bestechlichkeit und Vorteilsannahme.