Wie der VBB am Donnerstag mitteilte, stiegen mit dem Fahrgastzuwachs zugleich die Ticketerlöse auf 1,27 Milliarden Euro. "Wir sind froh, dass sich immer mehr Menschen für den umweltfreundlichen Öffentlichen Nahverkehr entscheiden und dazu beitragen, dass unsere wachsende Metropolregion lebenswert bleibt", kommentiert VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel die Zahlen für 2014. Als Ursachen für die positive Bilanz hat der VBB ein verbessertes Leistungsangebot der Verkehrsunternehmen im Bus- und Bahnverkehr sowie die zunehmenden Einwohner-, Pendler-, Schüler und Touristenzahlen ausgemacht.
Deutliche Kritik übt dagegen der Brandenburger Bahnkunden-Verband. Zugreisen an die Ostsee von Berlin aus seien eine Qual, sagt der stellvertretende Landesvorsitzende Michael Hasse. Züge nach Rostock und Stralsund auf den Linien RE3 und RE5 seien trotz fünf Doppelstockwagen gerade an den Wochenenden überbelegt. Hasse fordert deshalb Zusatzzüge und rät Fahrgästen, "sich bei ihren Verkehrsministerien über die zu geringen Kapazitäten zu beschweren."
In den vergangenen Monaten, so Hasse, hätten alle Bundesländer durch den Streik der Lokführer Millionenbeträge zurückbehalten. "Wenn aus diesen Haushaltsmitteln solche Mehrverkehre für diese Saison kurzfristig bestellt werden, werden diese Gelder höchst sinnvoll und effektiv eingesetzt", meint Hasse. Die Züge seien bei den Verkehrsunternehmen vorhanden. "Was fehlt, ist der Wille die Situation zu ändern."