Eine Mäuseplage sei auch in Brandenburg jederzeit möglich, durch die dichte Schneedecke im Winter seien die Tiere gut durch die kalte Jahreszeit gekommen, hieß es vom Verband am Dienstag.
Der Landesbauernverband rief die Landwirte auf, die Entwicklung der Feldmauspopulation auf ihren Feldern und Weiden zu beobachten und Auffälligkeiten an den Pflanzenschutzdienst zu melden. Wenn die Feldmäuse ein größeres Problem darstellen, müsse eine sogenannte Köder-Legemaschine zum Einsatz kommen. Der Einsatz müsse allerdings erst genehmigt werden, erklärte LBV-Präsident Henrik Wendorff. „Ein Zögern wie beim Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) darf es nicht noch einmal geben“, warnte er. Massenhaft auftretende Feldmäuse können in der Landwirtschaft große Schäden verursachen.

Bund-Länger-Gruppe für Feldmausbekämpfung

Nach Einschätzung des Landesamts für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung in Brandenburg ist das Problem mit Feldmäusen auch in diesem Jahr deutlich weniger stark als beispielsweise in Sachsen-Anhalt. In einigen Landkreisen, darunter Teltow-Fläming, Oberhavel und Elbe-Ester, seien regional begrenzt auf Anbauflächen von Wintergetreide, Winterraps und mehrjährigem Feldfutter Aktivitäten der Nager zu verzeichnen, hieß es. Eine eigens für die Feldmausbekämpfung eingerichtete Bund-Länder-Gruppe wolle Anfang Mai über geeignete Maßnahmen gegen die Nager beraten.