Eine bessere Beschilderung, mehr Ladestellen für Handys und Laptops sowie zusätzliche Sitzmöglichkeiten für wartende Fluggäste. Das sind einige der Lehren, die die Flughafengesellschaft aus dem nun beendeten Probebetrieb am BER gezogen hat. Die Komparsen hätten bei ihren Tests wertvolles Feedback hinterlassen, sagte Airportchef Engelbert Lütke Daldrup am Montag.
Noch während des Probebetriebs habe man damit begonnen, die am häufigsten kritisierten Punkte abzuarbeiten, so dass zur Inbetriebnahme bereits viele Verbesserungen umgesetzt seien. „Die Mülleimer wurden vergrößert, die Beschilderung angepasst, fehlende Uhren aufgehängt und Ladesäulen für Handys beschafft“, zählte Lütke Daldrup auf.

179.000 Koffer abgefertigt

Zwölf Tage vor dem geplanten Start am 31. Oktober stehe der Eröffnung des Großflughafens BER nichts mehr im Wege, stellte Lütke Daldrup am Montag klar: „Alle Genehmigungen wurden erteilt, alle Prozesse wurden umfangreich erprobt und die Prozesspartner sind bestmöglich auf die Eröffnung vorbereitet. Wir können den BER guten Gewissens in Betrieb nehmen.“
Insgesamt haben an 47 Probebetriebstagen seit Januar mehr als 24.000 Mitarbeiter und knapp 10.000 Komparsen den BER kennengelernt. Dabei wurden 179.000 Gepäckstücke eingesetzt und 54.000 Buchungen für 2350 Flüge durchgeführt.

Ab Juli rund 400 Komparsen pro Tag

Zunächst wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Flughafengesellschaft und Airlines sowie von diversen Dienstleistern und Behörden auf die Eröffnung vorbereitet. Im Juli kamen pro Tag rund 400 Komparsen hinzu. [Link auf https://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/selbstversuch-freiwillige-testen-taeglich-ablaeufe-am-hauptstadtflughafen-ber-50877029.html] Insgesamt sei der sogenannte Hochlaufprozess zu 86 Prozent fertig. „Das ist mehr als wir erwartet haben“, betonte der Flughafenchef. Noch offen sei zum Beispiel der Test des derzeit ruhenden USA-Verkehrs.
Das Terminal 1 des BER wird am Nachmittag des 31. Oktober mit einer parallelen Landung von Lufthansa und Easyjet eröffnet. Am gleichen Abend landen weitere ankommende Maschinen am T1, die dann am 1. November wieder starten.

Umzug in mehreren Schritten

Insgesamt werden an jenem ersten vollen Betriebstag des BER rund 5000 Passagiere am T1 erwartet. Hinzu kommen knapp 8000 Passagiere am T5, dem ehemaligen Flughafen Schönefeld. Die zweite Umzugswelle findet am 3. auf den 4. November statt. Am 4. November öffnet die Südbahn am BER. An diesem Tag werden rund 6000 Passagiere am T1 und knapp 5000 Passagiere am T5 erwartet. Der letzte Umzugsschritt findet vom 7. auf den 8. November statt, wenn die letzten Airlines den Flughafen Tegel verlassen.