In dem Schreiben vom Donnerstag, das unserer Zeitung vorliegt, zudem Woidke auch den eindringlichen Wunsch, "dass wir uns bei Angelegenheiten, die die Grenzregion betreffen, eng abstimmen".
Die Forderung nach Erleichterungen für Grenzpendler sollte am Freitagabend auch von Hunderten Protestierenden erhoben werden, die an den deutsch-polnischen Grenzübergängen von Ahlbeck bis Zittau treffen wollten, darunter auch auf der Stadtbrücke von Frankfurt (Oder) nach Słubice sowie in Schwedt und Guben und Gubin. Die Initiative für diese Aktionen war von polnischen Berufspendlern und deutsch-polnischen Familien ausgegangen. Sie fand aber auch bei zahlreichen Deutschen Unterstützung.
Der Brief von Woidke zeigte am Freitag offenbar erste Wirkung. 30 deutschen Zollspediteuren, die seit Ende März nicht mehr zu ihrem Arbeitsplatz im polnischen Swiecko gelangen konnten, wurde genehmigt, dass sie ab Montag gemeinsam in einem Bus nach Polen und zurück fahren können.