„Wir investieren 1,5 Millionen Euro in ein neues Potsdamer InnoLab für Arktisforschung am AWI“, sagte Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) am Montag in Potsdam bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Leiter der Arktisexpedition auf dem Forschungsschiff „Polarstern“, Professor Markus Rex. Dort sollen die Polar-Kompetenzen des Instituts gebündelt werden.

Expedition in der Zentralarktis beendet

„Zusammen mit den klugen Köpfen des Deutschen Geoforschungszentrums, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam vereint sich auf dem Telegrafenberg die wissenschaftliche Klimaexpertise“, erläuterte Schüle das Konzept des InnoLabs. Die in der vergangenen Woche beendete Expedition in der Zentralarktis war vom AWI im Wissenschaftszentrum auf dem Potsdamer Telegrafenberg koordiniert worden.

Wissenschaftler aus 37 Nationen

„Die Expedition war ein historischer Meilenstein der Polarforschung“, sagte Rex. „20 Nationen haben sich für diese Expedition zusammengeschlossen und rund 450 Wissenschaftler aus 37 Nationen haben während der Expedition geforscht.“ Dabei seien rund 10.000 Proben genommen worden, die die Wissenschaft noch Jahrzehnte beschäftigen würden, erklärte Rex.

Handlungsempfehlungen der Wissenschaft erhofft

Schüle richtete die ernste Mahnung an die Politik, Verantwortung für notwendige Entscheidungen zu übernehmen. „Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich Mitglieder meines Berufsstandes hinter dem Rücken der Wissenschaftler verstecken wollen“, meinte die Ministerin. Die Wissenschaft müsse Erkenntnisse liefern und im besten Fall Handlungsempfehlungen geben. „Doch die Politik muss Kompromisse finden und die Entscheidungen für den Zusammenhalt der Gesellschaft treffen“, betonte Schüle.