Zur Überwachung des Freizeitverkehrs auf Brandenburger Wasserstraßen will die Wasserschutzpolizei verstärkt Drohnen einsetzen. Damit sei insbesondere eine zielgerichtete Kontrolle von Wassermotorrädern möglich, sagte der Leiter der Wasserschutzpolizei in der Direktion West, Johannes Pötschke, am Mittwoch in Potsdam. Nach Angaben der Polizei soll der Einsatz von Drohnen zur Überwachung des Schiffsverkehrs in den kommenden Jahren ausgeweitet werden.

Jet-Ski-Fahrer mit hoher Geschwindigkeit

Die Polizei habe im vergangenen Jahr festgestellt, dass mehr als die Hälfte aller kontrollierten Jet-Ski-Fahrer sich nicht an die Regeln gehalten und die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich überschritten habe, sagte Pötschke. „Mit der Drohne haben wir die Möglichkeit, Verstöße festzustellen und die Kollegen auf dem Wasser, aber auch an Land dorthin zu lotsen, um diese zu ahnden.“

Vermeidung von Schiffsunfällen

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Vermeidung von Schiffsunfällen insbesondere im Charterverkehr, sagte Pötschke. An 49 von insgesamt 81 festgestellten Schiffsunfällen seien im letzten Jahr Charter- oder Mietboote beteiligt gewesen. Daher solle der Charterverkehr auch im Hinblick auf möglichen Alkoholkonsum der Schiffsführer stärker kontrolliert werden. „Andererseits werden wir aber auch überprüfen, ob die Vermieter ihren Hinweispflichten nachkommen“, sagte er.
Der Leiter der Polizeidirektion West, Karsten Schiewe, bat die Wassersportler, sich mit Vorsicht und Rücksicht auf dem Wasser zu bewegen. „Das werden wir sowohl auf dem Wasser als auch aus der Luft kontrollieren“, kündigte Schiewe an.